Keysi im Überblick

Aufgrund seiner flexiblen und realitätsbezogenen Beschaffenheit ist das Keysi by Justo Dieguez Selbstverteidigungsprogramm momentan wohl eine der innovativsten Methoden in diesem Bereich. Keysi ermöglicht eine dynamische Annäherung an die Welt der Selbstverteidigung. Dabei konzentriert sie sich auf die physischen und emotionalen Seiten des Kampfes. Durch das Studieren von Zweikämpfen und Kämpfen gegen mehrere Gegner versucht Keysi die benötigten Mittel aufzuzeigen und zu lehren, die nötig sind um eine solche Begegnung zu überstehen.

Keysi wurde nicht im Dojo geboren sondern entstand auf den Straßen Spaniens! Keysi hat seine Wurzeln in realen Erfahrungen und Ereignissen. Daraus wurde im Laufe vieler Jahre das heutige Keysi Programm entwickelt. Dieser Entwicklungsprozess wird niemals abgeschlossen sein - das Leben und die Gesellschaft entwickeln sich ständig weiter, also wird sich auch Keysi ständig weiterentwickeln. Keysi passt sich den aktuellen Gegebenheiten an und reagiert flexibel auf Veränderungen und Anforderungen. Die reine Selbstverteidigung bildet dabei die Basis von Keysi, alle weiteren Module bauen darauf auf und nutzen die gleichen Prinzipien und Methoden.

"Keysi ist anders als gewöhnliche Selbstverteidigungsprogramme. Keysi beginnt, wenn DU anfängst, an Dich zu glauben. Anders als in anderen Kampfsportarten legen wir den Fokus nicht allein auf die Technik. Wir nutzen sie, aber eher als Mittel zum Zweck. Wir folgen vielmehr unseren Instinkten. Denn diese Instinkte sind es, die uns mentale Achtsamkeit geben – gerade beim Kampf mit mehreren Gegnern." Justo Dieguez

Keysi legt großen Wert auf das Gebiet der Selbsterkenntnis und räumt so schnell mit falschen Vorstellungen und Mythen über die Selbstverteidigung auf. Das Programm bietet viel Spaß und Herausforderungen, während es gleichzeitig direkt und praktisch ist. Keysi ist weder eine "Kunst der Künste" noch eine Zusammenfassung von Techniken anderer Stile. Im Gegenteil: Keysi ist eine perfekt geplante und festgelegte Einheit von Konzepten und Prinzipien; Frucht einer langen, strengen und überprüften Selbstbeobachtung.
 
Kampfdistanzen


Keysi beschäftigt sich mit allen Kampfdistanzen:

  • Handwaffen
  • Trittdistanz
  • Schlagdistanz
  • Trapping
  • Trapping und Takedowns
  • Boden

Das Training

Im Keysi geht es nicht um das alleinige erlernen von Techniken.
Keysi basiert auf drei Säulen:

  • Der Körper: Er ist das Vehikel mit dem wir agieren, dabei geht es nicht darum den perfekten, flexibelsten oder stärksten Körper zu haben! Egal welche Voraussetzungen jemand mitbringt oder welches Alter jemand hat - es geht darum das Beste aus seinen Anlagen zu machen! Mit Einsatz und Ausdauer kann man jede Grenze überwinden.
  • Der Geist: Er ist der Fahrer, er gibt die Richtung vor und steuert alles was wir tun. Nur mit der richtigen Einstellung können wir lernen unseren Körper zu beherrschen. Je mehr Zeit wir in unser Training investieren, je mehr Erfahrungen wir sammeln, je mehr realistische Situationen wir erleben desto besser können wir uns weiterentwickeln. Mit Einsatz und Ausdauer erweitern wir ständig unseren Horizont.
  • Die Emotionen: Im Kampf gibt es drei Zustände - Flucht, Kampf oder Erstarren! Wir suchen nicht den realen Kampf aber wenn wir in eine solche Situation kommen - und uns nicht entziehen können - dann wollen wir den natürlichen Instinkt wecken zu kämpfen. Es geht darum nicht zu erstarren und damit zum Opfer zu werden. Nur wer Emotionen wie Angst, Wut, Zorn, Unsicherheit, Schmerz usw. kennt kann sie bewältigen und positiv für sich nutzen - sie erfüllen den Körper und den Geist mit Leben.

Ausschließlich durch ein Zusammenspiel aller drei Säulen kann man sich in einem wirklichen Kampf ernsthaft selbst verteidigen. Durch das Keysi Training versuchen wir jede der drei Säulen zu entwickeln und zu einer Einheit zu verbinden. Dabei gibt es keine, durch Regeln festgelegte, Grenzen. Keysi ist kein Wettkampfsport und somit nicht durch ein Regelwerk beschränkt.

In einem Kampf geht es darum dem psychischen Druck standzuhalten und die erlernten Techniken mit einem guten Körpergefühl umzusetzen, dadurch hat man die Chance die Auseinandersetzung heil zu überstehen. Um dies zu erreichen nutzen wir Trainingsmethoden, die über das reine erlernen von Techniken hinaus gehen. Auch im Training müssen realistische Situationen erzeugt werden um den Schüler auf eine wirkliche Auseinandersetzung vorzubereiten.

"I don`t sell security, that is impossible. I sell the fact that we are vulnerable, I don`t have a magic formula for anyone, its attitude and training that matters!" Justo Dieguez

Im Training lernen wir den gesamten Körper des Gegners als Ziel zu nutzen und zu attackieren sowie selbst in jeder Lage zu agieren. Wir arbeiten dabei auf allen Ebenen (stehend, kniend, sitzend und liegend) und von allen Seiten. Wir lernen unseren Körper in jeder Situation als Waffe einzusetzen. Dabei gilt es auch sich gegen mehrere Gegner zu behaupten und zu jederzeit sein komplettes Umfeld (360°) zu kontrollieren.
Der Eigenschutz spielt bei allem eine große Rolle. Durch das Ausnutzen von natürlichen Bewegungen und Schutzreflexen wird versucht die maximale Sicherheit im Kampf zu erlangen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Körpermechanik, sie ist in allen Distanzen und Ebenen gleich. Der Schüler hat so einen einfachen roten Faden der sich durch seine gesamte Entwicklung zieht.

 

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